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19.11.2015

Pressebericht

Die Immobilien Zeitung hat folgenden Artikel zum Immobilien-FondsForum 2015 veröffentlicht.

FondsForum: "Wir wollen Cash-Flow!"

 

Wie schütze ich mich nach einer Zinswende vor dem Preissturz am Immobilienmarkt? Dieser und anderen Fragen widmete sich der alljährliche Branchentreff institutioneller Investoren und ihrer Manager.

 

Wenn das alljährliche Immobilien-Fondsforum in Königstein ein brauchbarer Seismograph für die Stimmung institutioneller Investoren gegenüber den Fondsanbietern ist, dann begegnen die milliardenschweren Geldverwalter ihren Dienstleistern zurzeit wohlwollend, aber auch anspruchsvoll. Immobilienanlagen sind begehrt, das heißt aber nicht, dass jedes Konzept gleichermaßen begeistert aufgenommen wird.

 

Da erntet ein Manager von Wohnungsfonds, der sein Modell mit den Worten "wir sind aktiv in Hamburg und Berlin, das betrachten wir als eine gemeinsame Region", aus dem Fachpublikum schon mal ein spöttisches Kichern. Und der Projektentwickler, der mit seinem Revitalisierungsfonds hohe Erträge liefern will, seine aktuell aber noch recht bescheidene Anfangsrendite als "immerhin besser als Festgeld" bewirbt, muss ebenfalls auf Szenenapplaus verzichten.

 

Nur eines mag scheinbar keiner der Manager ernsthaft infrage stellen: den Charme einer möglichst hohen Anfangsrendite. Die Devise heißt: Was ich heute habe, kann mir morgen keine Zinswende mehr nehmen. Grundsätzlich seien die Anleger daher auch offen für neue Ideen und Nutzungsarten, bilanziert Claus Thomas, Geschäftsführer bei LaSalle Investment Management. "Eben weil sehr viel Geld auf der Suche nach Immobilien unterwegs ist, möchte es weiter ausdifferenzieren. Unsere Anleger investieren in britische Mietwohnungen, in Studentenapartments und in japanische Logistikzentren." Gerade die deutschen Fondszeichner seien zurzeit bei ihren Anlageentscheidungen sehr an sicheren Cashflows interessiert. Wenn diese Sicherheit aber mit niedrigen Renditen teuer erkauft werde, müsse man in späteren Jahren auch Wertkorrekturen in Kauf nehmen.

 

Gefürchteter Auslöser einer solchen Wertkorrektur ist das Ende der aktuellen Super-Niedrigzinsphase. Georg Allendorf, CO-Head Europe für Immobilienanlagen bei der Deutschen Bank, hat Research-Prognosen seines eigenen Hauses im Gepäck, um solche Sorgen zu zerstreuen. "Unsere Analysten gehen davon aus, dass die Zinsen nur in einem Umfeld mit starkem Wirtschaftswachstum oder stark steigender Inflation wieder anziehen würden. In beiden Fällen würde die Immobilie als Assetklasse profitieren."

 

Andreas Schulten, Vorstand des Analysehauses bulwiengesa, widerspricht: "Mit einer Zinswende wird es auch Wertkorrekturen bei Immobilien geben." Damit müsse man rechnen, auch wenn keiner wissen könne, ob das in drei Jahren oder erst in fünf passiere. "Wer jetzt Immobilien einkauft, sollte daher unbedingt darauf achten, dass er mit seinem Investment Cashflow-Vorteile einfährt." Denn diesen Barwertvorteil könnten auch fallende Preise nicht nachträglich vernichten.

 

Thomas Kallenbrunnen, oberster Immobilienmanager der Helaba Invest, kämpft gegen Zinsrisiken und für den Kapitalerhalt durch die breitestmögliche Diversifizierung seines Portfolios. "Wir glauben, dass eine laufende Ausschüttungsrendite von 4% mit einer solchen Strategie erzielbar ist. Wer Klumpenrisiken vermeidet, sichert Kapitalerhalt." Auch der Risikomanager solle sich angesichts ungewisser Zinsentwicklung auf den Cashflow konzentrieren. "Cashflowrisiken kann man messen. Wertkorrekturen passieren irgendwann."

 

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